Grasmilbenzeit
Liebe Kräuterfreunde und Naturbegeisterte, liebe (Hobby-) Gärtner und Gala Bauer,
manche Produkte entstehen nicht am Schreibtisch, sondern direkt aus dem Arbeitsalltag. Als mehrere Mitarbeiter unseres Calendula Kräutergartens nach der Feld- und Gewächshausarbeit plötzlich von Grasmilben betroffen waren, haben wir kurzerhand aus dem Akutfall heraus für uns zwei neue Produkte entworfen: ein rebellierendes ätherisches Öl zur Vorbeugung und ein intensiver DMSO-Pflanzenextrakt zur Hautpflege danach.
Unsere ersten Praxiserfahrungen im Team waren so überzeugend, dass wir diese beiden Neuheiten nun auch Ihnen zugänglich machen möchten.
Was sind Grasmilben eigentlich?
Grasmilben (Neotrombicula autumnalis) – oft auch als Herbstmilben bezeichnet – haben von Juli bis Oktober Hochsaison. Genau genommen sind es nicht die ausgewachsenen Milben, sondern deren mikroskopisch kleine Larven, die sich in Wiesen, Rasenflächen und an Feldrändern aufhalten. Sie stechen nicht wie Mücken: Die Larven setzen sich mit ihren Mundwerkzeugen an der Haut fest, verletzen oberflächlich die oberste Hautschicht und geben dabei Speichelbestandteile ab. Auf diese Stoffe reagiert der Körper meist erst Stunden später mit einer verzögerten, stark juckenden Entzündungs- und Abwehrreaktion.
Grasmilben kommen in weiten Teilen Mitteleuropas vor, ihre Häufigkeit kann jedoch regional und sogar innerhalb einzelner Gärten stark variieren. In Deutschland sind örtlich begrenzte Befallsherde bekannt. Besonders häufig genannt werden die Großräume Stuttgart, München und Frankfurt sowie das Rheinland und Teile Hessens und Bayerns.
Im Münchner Raum ist die stark juckende Hautreaktion nach einem Kontakt mit Grasmilben regional auch unter der volkstümlichen Bezeichnung „Sendlinger Beiß“ bekannt.
Deshalb setzen wir auf eine durchdachte 2-Schritt-Strategie:
1. Vorbeugender Schutz
2. gezielte Pflege danach
1. Aromatische Ölmischung mit ätherischen Ölen zur Grasmilben-Abwehr
Für unsere Anti-Grasmilbe & Co Ölmischung haben wir ausgewählte ätherische Öle miteinander kombiniert, die in der Fachliteratur und in der traditionellen Anwendung für ihre repellierenden Eigenschaften bekannt sind.
- Citronella (Cymbopogon nardus)
- Geranium (Pelargonium graveolens)
- Lemongras (Cymbopogon flexuosus)
- Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora)
- Zitronenminze (Mentha x piperita var. citrata)
- Berglavendel (Lavandula angustifolia)
Die ätherischen Öle sind bereits sorgfältig in einem pflegenden Basis Öl verdünnt. Die Mischung ist daher gebrauchsfertig und kann vor dem Aufenthalt im Freien auf die intakte Haut aufgetragen werden.
Da die natürlichen Duftstoffe ätherischer Öle flüchtig sind und ihre Intensität durch Wärme, Bewegung und Schwitzen nachlassen kann, empfehlen wir, die Anwendung bei längeren Aufenthalten im Freien nach Bedarf zu wiederholen. Bei uns hat sich ein erneutes Auftragen alle 2 Stunden bewährt. Besonders berücksichtigt werden sollten Fuß- und Handgelenke, Beine sowie der Nackenbereich.
2. Hautpflege nach Grasmilbenkontakt
Trotz aller Vorsicht lässt sich ein Kontakt mit Grasmilben nicht ganz verhindern. Da Hautreaktionen meist verzögert auftreten, bemerkt man sie erst, wenn sich kleine, stark juckende Rötungen gebildet haben.
Für diesen Fall haben wir unsere spezielle Stichpflege bei Juckreiz DMSO-Pflanzenextrakt Mischung zur punktuellen Hautpflege entwickelt. Das enthaltene DMSO dient hierbei als bewährter Schleppstoff, um die wertvollen Pflanzenauszüge genau dorthin zu transportieren, wo die Haut sie braucht.
Die Pflanzen in dieser Pflanzenmischung
- Spitzwegerich (Plantago lanceolata): Der Klassiker der natürlichen Ersten Hilfe. Er beruhigt gereizte Hautpartien augenblicklich und lindert den Juckreiz spürbar. (Tipp für unterwegs: Sollten Sie kein Mittel dabeihaben, zerreiben Sie frische Spitzwegerichblätter direkt auf der Stelle!)
- Ringelblume (Calendula officinalis): Bekannt für ihre herausragenden hautregenerierenden Eigenschaften. Sie unterstützt das Gewebe bei der Abheilung kleiner Hautreizungen.
- Echte Kamille (Matricaria recutita): Eine bewährte Pflanze für empfindliche und gerötete Haut. Sie ergänzt die Rezeptur durch ihre beruhigenden Eigenschaften bei oberflächlichen Hautreizungen.
- Hamamelis / Zaubernuss (Hamamelis virginiana): Enthält wertvolle Pflanzengerbstoffe. Sie wirkt leicht zusammenziehend (astringierend) und sorgt für ein angenehm beruhigtes Hautgefühl.
- Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra): Enthält Glycyrrhizin sowie Flavonoide und wird in der Hautpflege besonders wegen ihrer stark beruhigenden Wirkung bei geröteter, juckender Haut geschätzt.
- Schafgarbe (Achillea millefolium): Eine traditionsreiche Hautpflanze der europäischen Kräuterkunde zur Pflege beanspruchter Hautstellen.
- Pestwurz (Petasites hybridus): Rundet die Rezeptur traditionell ab und unterstützt die Entspannung der gereizten Hautpartien.
Durch das Zusammenspiel dieser ausgewählten Pflanzen ist eine intensive Mischung für die punktuelle Pflege geröteter und juckreizbedingt beanspruchter Haut entstanden.
Unser Fazit
Unsere beiden neuen Produkte sind der ideale Begleiter für alle, die gerne im Garten arbeiten, wandern, campen oder einfach viel Zeit in der freien Natur verbringen. Wir sind gespannt, bei welchen Einsatzmöglichkeiten Sie diese zwei Produkte anwenden und freuen uns auf Ihre Erfahrungsrückmeldungen per Mail.
Kommen Sie gut geschützt durch Spätsommer und Herbst!
Ihr Team vom Calendula Kräutergarten 💚